Aus der Redaktion

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Erwartungen aus der Kindheit bleiben häufig bestehen


In der Arbeit mit den Klienten ist immer wieder zu beobachten, wie die Erwartungen, die Kinder an ihre Eltern stellten, mitgenommen werden und im Erwachsenenalter weiter bestehen bleiben. Diese Begebenheiten wirken sich teilweise sehr stark auf die Alltagssituation dieser Menschen aus. Vielfach werden diese verbliebenen Erwartungen auf die Partner oder sogar auf die eigenen Kinder übertragen. Die Partner und ggf. Kinder ihrerseits sind damit hoffnungslos überfordert, denn selbst wenn sie die Bedürfnisse und Erwartungen zum Teil erfüllen können, bleiben die Erwartungen im Herzen unerfüllt. Das liegt daran, dass die Bedürfnisserfüllung im Unterbewußten an die Eltern gerichtet bleibt und nicht an die Partner oder die eigenen Kinder. - Um diese Erwartungen abzulösen und sie in geeigneter Form zu transformieren, kann die Erwartungshaltung in der Aufstellungsarbeit sichtbar und fühlbar gemacht werden. Erkennt der Klient die wahren Hintergründe, die die Eltern von der Bedürfniserfüllung abhalten, können diese Erwartungen als Illusion erkannt und in geeigneter Form transformiert werden. Interessanterweise beruhigen sich im Anschluß an diese Arbeit die Beziehungen zu den Eltern und zu evtl. Partnern. Die Klienten erhalten dadurch die Möglichkeit, mit den freigewordenen Lebensenergien ihre eigenen Ziele und Visionen verstärkt und sinnvoller zu verfolgen.

Je tiefer die Liebe, desto größer die Chance auf Ausheilung unserer alten Verletzungen und Lebensmuster


Wie schön ist es doch zu beobachten, wie zwei Menschen ihre Verliebtheit ausleben und alles in rosaroten Farben erscheinen lassen.
Kommt dann irgendwann der berühmte Alltag, entstehen schnell Situationen von Verletzungen, Mißverständnis und Disharmonie. Warum nur??  -

Die Erfahrung hat hier immer wieder die Tatsache der "DUALEN GESETZMÄSSIGKEIT DES LEBENS" bestätigt. Wir bewegen uns im dualen System dieser Welt, um unseren Mittelpunkt herum und das bedeutet: wir brauchen die (zum Teil extrem) negativen und positiven Erfahrungen, um schließlich in unserer Mitte anzukommen. Nur aus unserer emotionalen und energetischen Mitte heraus finden wir die Kraft, unser Leben zufrieden und erfüllt zu gestalten und zu leben. Die Welt in der wir leben gibt uns die Wachstumschancen aus der Dualität heraus. Nur wer weiß, was kalt und heiß ist und es erfahren hat kann entscheiden, was die angemessene und angenehme Mitte zwischen diesen beiden Extremen ist. Genau so ist es auch in der Liebe! Wir pendeln also zwischen den Dualitäten hin und her.

Die Chance besteht in der Entkopplung!

Je tiefer und intensiver die Liebe zum Partner ist, je größer ist die Chance, tiefe und emotional starke Erfahrungen und Verletzungen aus der Vergangenheit herauf zu holen. Gegenwärtige Erfahrungen, Verletzungen, belastende Alltagssituationen aus der Paarbeziehung aber auch aus Arbeits-, Schul- und Umfeldereignissen sind Chancen, die gemachten Erfahrungen, zumeist aus der Kindheit/Jugend, auszuheilen bzw. zu transformieren. Gelingt zum Beispiel in einer Aufstellung die Zuordnung der Emotionen an den Ort der Erfahrung in der Vergangenheit (Ursache), dann entsteht eine Entkopplung zum(r) Verursacher(in). Die achtsame Bearbeitung der Ursache und die Begleitung durch einen erfahrenen neutralen Therapeuten, führt letztlich zur Befreiung der Partnerschaft-, Arbeits-, Schul- und Umfeldbeziehungen von alten und schweren Prägungen. Eine freie Beziehung, in welcher Form auch immer, gibt Raum für das Wesentliche und stellt immer noch genug Herausforderungen und Wachstumschancen an die Partner bereit.
Diese Aussage ist für die positiven Erfahrungen gleichsam gültig und kann natürlich den "Umsatz des Glücks" in besonderer Form zum Ausdruck bringen. Leider ist es aber so, dass wir unseren Fokus schneller auf die negativen Aspekte des Lebens fixieren, als umgekehrt. Warum nur?


Der geheime Vertrag der Kinder für die Ehe/Paarbeziehung der Eltern

Kinder lieben erwartungsfrei! Das läßt sich immer wieder in Aufstellungen zeigen, wo Spannungen in der Partnerschaft der Eltern bestehen und sich irgendwie nicht lösen lassen. Für das Kind bedeutet eine harmonische, gut funktionierende Partnerschaft das Sichern des eigenen Überlebens und des Systems, in dem es aufwächst. Defizite in Paarbeziehungen die verdrängt werden, bestehen energetisch weiterhin. Die intuitiv geprägten Kinder spüren das und versuchen zu vermitteln oder gar vom Thema abzulenken, indem sie in besonderer Weise auffällig werden. Das kann sowohl durch Krankheit als auch im Extremfall durch Hyperaktvität o.ä. geschehen. Aber auch das besonders herzliche und liebevolle Verhältnis einer Tochter zum Vater oder eines Sohnes zur Mutter kann ein Hinweis darauf sein, dass ein Kind ausgleichend in der Paarbeziehung wirkt. Vielfach ist das eine schöne Sache für die Eltern, denn sie fühlen sich dadurch natürlich auch auf eine besondere Weise geachtet. Die Schwierigkeit ist nur, dass diese Kinder nie ganz frei sind für eine eigene Partnerschaft. Der Vertrag besteht quasi unerkannt und unbegrenzt weiter. Aus meinen Erfahrungen selbst dann noch, wenn die Eltern bereits gestorben sind, oder die Ehe geschieden wurde und die ehemaligen Partner in neuen Partnerschaften stehen. Die Aufstellungsarbeit zeigt hier deutlich, wo die Verträge bestehen und wie/wo sie immer noch wirken.

Auch wenn Du unter vielen Gleichen ein Anderer bist,
 so bist du doch ein Teil von ihnen!


Halbgeschwister sind, auch wenn sie sich nicht kennen, miteinander verbunden

Interessant ist auch immer wieder die Tatsache, dass Halbgeschwister, auch wenn sie nichts von einander wissen, (die Eltern die Halbgeschwister vielleicht bewußt verschweigen), eine Verbindung zueinander spüren. Diese Verbindung ist vermutlich genetisch begründet und wirkt rein energetisch. Das kann sich in der Form äußern, dass diese Menschen immer irgendwie auf der Suche nach etwas undefinierbarem sind. Dieses Muster bleibt auch im Erwachsenenalter bestehen. Erst mit der Erkenntnis um das Gesuchte entsteht eine Art Entspannung. In der Aufstellungsarbeit wird das auf eindrucksvolle Weise deutlich. Auch wenn der Kontakt zu den Halbgeschwistern aus irgendwelchen Gründen nicht mehr möglich wird, entsteht ein segensreicher Frieden in den Suchenden.
   

Adoptionen klammern die genetischen Verbindungen aus


Adoptiveltern klagen häufig über eine zum Teil drastische Verschlechterung der Beziehung zwischen ihnen und den Adoptivkindern. Besonders krass ist das immer wieder in der Zeit der Geschlechtsreife zu beobachten und führt häufig zum totalen Bruch der Adoptivbeziehung. Die Adoptivkinder zieht es hinaus! Gesellschaftlich sacken diese Kinder oft ab und finden ihren Platz nirgendwo. Ich konnte in meiner Arbeit immer wieder beobachten, dass diese Menschen ihre Wurzeln (also die Herkunft) suchen, selten bewußt und dennoch extrem wirksam. Eine erstaunliche Wirkung entsteht bei diesen Menschen, wenn der Bezug zu den Wurzeln in einer Aufstellung hergestellt werden kann. Bei Kindern, die in Pflegefamilien aufwachsen, wird der Alltag in aller Regel viel ruhiger und ausgeglichener. Nach meinen Beobachtungen könnte das daran liegen, dass die Pflegekinder ihre Eltern kennen oder zumindestens bekannt ist, wer sie sind. Vielleicht sollte in diesem Zusammenhang das Adoptionsverfahren einmal überdacht und ggf. geändert werden.
 
Ich konnte einmal nach einer Aufstellung mit einer erwachsenen Frau, die bereits selbst eine Familie hatte, miterleben, wie groß die Freude war, als sie nach 40 Jahren ihre nun alte Mutter gefunden hatte und sie in die Arme schließen konnte und wie sehr diese Mutter vom Glück erfüllt war. Sie hatte viele, viele Stunden ihres Lebens in Schuldgefühlen und wehmütigen Gedanken an diese Tochter verbracht. Den Mut sie zu suchen, hatte sie allerdings nie aufgebracht. Die Tochter hingegen, die diesen Wunsch in sich selbst und natürlich auch von der Mutter gespürt hat,  war nach der visuellen/verbalen Kontaktaufnahme wie verändert und befreit. Aber auch die Enkelkinder waren von einem Tag auf den anderen ausgeglichen und voller Lebensfreude. Es läßt sich eben nichts trennen, was genetisch zusammen gehört!


Kinder als Bewacher getrennter Partner

Wenn sich die Eltern trennen und die Kinder bei einem Elternteil bleiben wird der Elternteil, der gegangen ist, häufig von einem zurückbleibenden Kind vertreten. Dieses Kind vertritt zudem nicht selten auch die ehemaligen Interessen des ehemaligen Partners an der Seite des verbliebenen Elternteils, bei dem es lebt. Das gilt auch für erwachsene Kinder, die noch bei einem Elternteil leben. Geht dieser verbliebene Elternteil eine neue Bindung oder Beziehung ein, stellt das für das Kind eine Gefahr für das System dar. Das kann dazu führen, dass das (auch erwachsenen) Kind gegenüber dem neuen Partner in Opposition geht und gegen diesen rebelliert. Dies geschieht vielfach unbewußt oder dadurch, dass es Situationen herbeiführt, die die neue Beziehung belasten oder von ihr ablenken (Unfälle, Krankeit, auffälliges unsoziales Verhalten, etc.). Wenn bei dem verbliebenden  Elternteil noch Schuldgefühle gegenüber dem Kind/den Kindern bestehen, wird es in der neuen Beziehung eng und es entstehen große Herausforderungen. Der neue Partner ist damit häufig überfordert und machtlos. Die Kinder sind gebunden und fühlen sich oft paradoxer weise unterbewußt/bewußt überlastet. Klarheit bringt hier nur die eindeutige und klare Entscheidung für die neue Beziehung und den Partner. Außerdem muss den Kindern unmißverständlich zugemutet werden, dass der neue Partner seinen Platz als Partner des Elternteils einnimmt. Das ist auch in Belangen des Zusammenlebens und der Weisungsbefugnis gegenüber minderjähriger Kinder wichtig. Eine neue Beziehung kann also nur dann auf einer guten und kraftvollen Basis aufgebaut werden, wenn der neue Partner seinen Platz auch vollwertig einnehmen kann.
 



Wenn einst gute alte Wege unbrauchbar geworden sind,......


Dem Tod näher stehen als dem Leben


Menschen, die von einer lebensbedrohlichen Krankheit geheilt worden sind, haben in diesem Prozess sehr häufig die Nähe des Todes erlebt und gespürt. Manchmal stehen sie dann dem Tod, auch wenn sie wieder völlig geheilt wurden, näher als dem Leben. Motivation, Lebensfreude, Lebensinn und -ziele haben wenig Kraft oder sind kaum mehr zu spüren. Die Menschen wirken verändert und können sich auffallend introvertiert oder zurückgezogen verhalten. Es entsteht der Eindruck, die Entscheidung für das "Ja" zum Leben ist unklar oder fehlt ganz. - Wenn es in einer Aufstellung gelingt, diesem Menschen zu verdeutlichen, wo er im eigentlichen Sinne steht, kann eine gefundene klare Entscheidung sogar lebensrettend sein.
 

Der Familie das eigene Glück zumuten

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr das eigene Glück vom Glück der Familiensituation abhängig gemacht wird. Besonders bei Eltern, die eine schwierige und disharmonische Beziehung vorgelebt haben, haben es die Kinder schwer, ihr eigenes Glück anzunehmen und es den Eltern und der ganzen Familie zu zumuten. Im Unterbewußten wirkt das eigene Glück wie ein Verrat an den "Unglücklichen" in der Familie und es entsteht auch eine Energie der Angst, die Zugehörigkeit zu verlieren. Die Herausforderung in der Aufstellungsarbeit besteht in solchen Fällen darin, den Betroffenen die lebensfördernden Energien aufzuzeigen, die den "Unglücklichen" zukommen lassen werden könnten, und ihnen damit eine Chance einräumt, das vermeintliche Unglück in ein eigenes Glück zu transformieren.


Die Anerkennung des Partners bei den Eltern

Wer sich verliebt und einen Partner findet, kommt irgendwann an den Zeitpunkt, diesen den Eltern vorstellen zu wollen. Die Angst geht in diesen Situationen quasi im Gepäck mit. Die eventuelle Ablehnung des gewählten Partners ist gleichsam mit der Ablehnung des eigenen Wesens verbunden. Und da kommt die Zugehörigkeit zum System wieder ins Spiel. Aber es geht auch hier um andere Dinge, als nur um den Partner. Ablehnung eines Partners ist immer auch eine Frage der ungelösten inneren Konflikte der jeweiligen Elternteile. Mit dem abgelehnten Partner werden diese Aspekte wieder lebendig. Die verdeckten oder bewußten Ansprüche der Eltern an einen "standesgemäßen" Partner der Kinder, hat immer auch mit den Ansprüchen der Eltern an Ihre Eltern oder Familie zu tun. Die Aufdeckung der dahinterstehenden Dynamik hat schon so mancher Schwiegertochter oder manchem Schwiegersohn die Eintrittspforten in die Partnerfamilie geöffnet. Auch hier gilt: Achtsamkeit und Toleranz zu dem was wirkt, macht den Weg frei!




...müssen neue und zeitgemäßere Wege geschaffen oder gefunden werden!


Wut und Haß, die erste Potenz des verdrängten Schmerzes


Schmerzen und Verletzungen die wir durch andere erfahren, wirken tief in unserer Seele und bringen uns oft an den Rand des Ertragbaren. Da ist es nur all zu verständlich, wenn wir nach Möglichkeiten suchen, diese Pein  los zu werden. Schon sehr früh, bereits im Kleinkindalter lernen wir, unangenehme Dinge zu verdrängen oder uns abzulenken, wenn wir weder Trost noch  heilsame Zuwendung erfahren. Diese Verdrängung führt uns indirekt in Gefühle von Wut und Haß, aber auch in Resignation und Schuldgefühle. Während Resignation und Schuldgefühle gegen uns selbst gerichtet sind, landen Wut und Haß im Außen bei denjenigen, die sie ausgelöst oder verursacht haben. - Und dennoch gibt es hier eine große Chance! Die Chance der inneren eigenen Heilung ist in der Rückkehr zu den ursächlichen Gefühlen möglich. Wut und  Haß, Resignation und Schuld kann ich zwar in irgend einer Weise ausagieren oder abreagieren, in der Folge kehren aber diese Gefühle nach kurzer Besserung wieder zurück. Das Spiel wiederholt sich. Nach meiner Erfahrung geht es wesentlich schneller und wirkungsvoller, wenn wir an das Basisgefühl zurückkehren und damit arbeiten. Sich eingestehen, was eine Situation in uns auslöst und das es ein Bestandteil unseres Wesens ist, so zu reagieren, ist der erste Schritt. Und gleichsam haben wir die Wahl. Die Wahl zu entscheiden, wie wir künftig damit umgehen wollen und zu erkennen, welche unerfüllten Bedürfnisse dahinter stehen. Wer die Kraft dieser Wahl einmal aktuell gespürt hat und diesbezüglich für sich eine Lösung erkannt hat, verfügt über eine geniale Möglichkeit auf Wut, Haß, Resignation und Schuld zu verzichten. Dies läßt sich besonders schön in Fällen von Scheidungen oder Trennungen beobachten.


Wenn ein Partner an einem aktuellen Thema arbeiten will und der andere nicht

Schmerzen und Verletzungen die wir durch andere erfahren, wirken tief in unserer Seele und bringen uns oft an den Rand des Ertragbaren. Da ist es nur all zu verständlich, wenn wir nach Möglichkeiten suchen, diese Pein  los zu werden. Schon sehr früh, bereits im Kleinkindalter lernen wir, unangenehme Dinge zu verdrängen oder uns abzulenken, wenn wir weder Trost noch  heilsame Zuwendung erfahren. Diese Verdrängung führt uns indirekt in Gefühle von Wut und Haß, aber auch in Resignation und Schuldgefühle. Während Resignation und Schuldgefühle gegen uns selbst gerichtet sind, landen Wut und Haß im Außen bei denjenigen, die sie ausgelöst oder verursacht haben. - Und dennoch gibt es hier eine große Chance! Die Chance der inneren eigenen Heilung ist in der Rückkehr zu den ursächlichen Gefühlen möglich. Wut und  Haß, Resignation und Schuld kann ich zwar in irgend einer Weise ausagieren oder abreagieren, in der Folge kehren aber diese Gefühle nach kurzer Besserung wieder zurück. Das Spiel wiederholt sich. Nach meiner Erfahrung geht es wesentlich schneller und wirkungsvoller, wenn wir an das Basisgefühl zurückkehren und damit arbeiten. Sich eingestehen, was eine Situation in uns auslöst und das es ein Bestandteil unseres Wesens ist, so zu reagieren, ist der erste Schritt. Und gleichsam haben wir die Wahl. Die Wahl zu entscheiden, wie wir künftig damit umgehen wollen und zu erkennen, welche unerfüllten Bedürfnisse dahinter stehen. Wer die Kraft dieser Wahl einmal aktuell gespürt hat und diesbezüglich für sich eine Lösung erkannt hat, verfügt über eine geniale Möglichkeit auf Wut, Haß, Resignation und Schuld zu verzichten. Dies läßt sich besonders schön in Fällen von Scheidungen oder Trennungen beobachten.

In sehr vielen Paarbeziehungen kommt es nach einer gewissen Zeit zu aktuellen Partnerschafskonflikten oder -themen, die sich einfach nicht lösen lassen wollen. Einer der Partner will eine Lösung der andere spielt scheinbar auf Zeit oder verweigert sich ganz. Diese offensichtliche Weigerung eine Lösung zu finden kann mehrere ursachen haben.

Ein Grund dafür kann die Angst davor sein, eine erlebte Verletzung oder gar ein Trauma erneut erleben zu müssen, wenn man sich diesem Thema stellt. Das läuft oberflächlich als Verweigerung ab und endet i.d.R. in destruktiven Diskussionen, wo beide Partner enttäuscht sind und sich unverstanden fühlen. Der bis dato u.U. jahrzehnte funktionierende Verdrängungs-Schutzmechanismus wirkt hingegen unterbewußt. Oft kann der "Verweigerer" nicht mehr auf die ursächlichen Aspekte zurückgreifen, kann den Bezug dazu nicht mehr herstellen. Diese Verletzungen oder Traumen lassen sich nie mit dem Verstand lösen. Auch wirkt der Partner immer nur als Auslöser und nie als Ursache. Es braucht viel Geduld, Mut und häufig therapeutische Unterstützung von außen für die Betreffenden, den Sachverhalt zu entflechten und die wahren Ursachen ans Tageslicht zu bringen. Erst dann ist eine Lösung überhaupt möglich und sinnvoll.
Tatsache ist einfach: Hinter diesem scheinbaren gemeinsamen Thema stecken immer je auch ein Einzelthema jedes Partners, die zuerst bearbeitet und gelöst werden müssen. Dann erst kann das gemeinsame Thema bearbeitet werden. Aus meiner Erfahrung hat sich dann aber das gemeinsame Thema ebenfalls aufgelöst.

Ein anderer Grund kann der "Opferstatus" eines Partners sein. Wer nämlich Opfer ist, bekommt nicht nur Anerkennung und Zuspruch vom Umfeld, er hat auch eine enorme Macht über den "Täter". Und wer gibt schon gerne eine gewonnene Macht ab. Die Politik zeigt uns täglich und weltweit auf eindrucksvolle Weise wie das funktioniert und geht!
Wer also Macht erlangt hat, will diese behalten und entwickelt wirkungsvolle Strategien, damit sie erhalten bleibt. Das hier eigentlich immer der "Täter" ein ganz anderer ist und war wird nun aber oft verkannt. Auch hier wird dann der "Auslöser" zum "ursächlichen Täter" bestimmt. Die Aufdeckung der wahren Begebenheiten führt auch hier zielsicher in gute Lösungen.

Der dritte Grund kann sein, dass es sich um Forderungen eines Partners handelt, die der andere nicht erfüllen will oder kann, weil sie den Bedürfnissen, Wünschen und Werten entgegen wirken. Eine erfüllende und für beide Seiten bereichernde Paarbeziehung kann nur lebendig bleiben, wenn beide Partner frei sind zu entscheiden, was für ihn stimmt und was nicht, und wen beide eine freie Wahl haben. Wenn ich einen Partner habe, der (vielleicht auch erst mit der Zeit) ganz andere Ziele, Werte, Wünsche und Bedürfnisse verfolgt wie ich, es also keine oder kaum (noch) eine gemeinsame Basis gibt, stellt sich für mich immer die Frage, ob es dann überhaupt (noch) eine Paarbeziehung ist oder nicht eher lediglich "Zweckgemeinschaft" angesehen werden kann.
Aus meinen Erkenntnissen und Erfahrungen gehört viel mehr Mut und Grösse dazu einen (ehemaligen) Partner in Liebe ziehen zu lassen, weil man erkannt hat, dass es vorbei ist, als stetig und täglich an dem Erhalt einer "Illusion" herumzuwerken.
 

Unser Körper als sichtbarer Ausdruck unseres Bewußtseins

Symptome oder Krankheiten sind die direkten oder indirekten Reaktionen auf  falsches, disharmonisches Denken und Handeln. Wenn ein unerfreuliches oder schmerzhaftes Ereignis oder eine Begebenheit nicht verarbeitet werden kann oder wird sogar bewußt verdrängt oder verschwiegen, sucht sich die "Energie", die es beinhaltet, eine Ausweg über den Körper. Das ist der Ausdruck des "krankwerdens"! Dadurch will der Körper uns ermahnen zu tieferen Einsichten zu gelangen und damit unser bisheriges Leben in die lebensfördernde Richtungen zu lenken. Ursächliche Aspekte für körperliche Erkrankungen sind zum Beispiel ungerechtfertigte Erwartungen und Forderungen, Ärger, Groll, Wut, destruktive Überzeugungen und Gedankenmusster, fehlender oder mangelnder Selbstwert, sich bewußt in Abhängikeiten begeben um z.B. wirtschftliche Vorteile zu erringen, karnkheitsfördernde Lebensweisen, uvm. Es ließt sich paradox, aber selbst eine gesunheitsruhinierende Lebensweise birgt ein entsprechendes Überzeugungsmuster oder eine alte Prägung im Hintergrund oder bietet in irgendeiner Weise einen Vorteil, der ggf. irgendwo im Unterbewußtsein wirkungsvoll abgelegt ist. Z.B. kann Krankheit auch eine Form von Zuwendung (durch Arzt, mitleidende Verwandtschaft, etc.) und Aufmerksamkeit (Selbsthilfegruppen, gleiche Krankheits-Gruppen, etc.) oder eine Legitimation für "ETWAS NICHT TUN ZU MÜSSEN", einbringen.
Besonders die Vorteile einer Krankheit in Bezug zur Zuwendung/Versorgung, sind immer wieder eindrucksvoll ursächlich auf Erlebnisse aus der Kindheit zurück zu verfolgen.

Die Herausforderung einer Krankheit besteht also nicht in der medizinischen Heilkunst, sondern vielmehr im "Decodieren" der Hintergrundinformationen. Mit diesen Hintergrundinformationen, die ich als Patient bearbeiten und transformieren (ein anderer Ausdruck für ausheilen) lerne, schaffe ich meine gesunde Lebensgrundlage. Die körperliche Manifetstion einer Erkrankung und deren Verlauf geben mir weitere wichtige Hinweise ob ich die geistigen Lernprozesse richtig bearbeite. Eine medizinische u. therapeutische Behandlung ohne die Arbeit auf der geistig seelischen Ebene kann also nur zum "Verschieben der Symptome" (Nebenwirkungen) bzw. zum Ausbruch einer anderen körperlichen Erkrankung führen.
Das und nichts anderes sagt beispielsweise das physikalische "Energieerhaltungsgesetz". - Energien lassen sich nicht vernichten, nicht  löschen und auch nicht "verbrauchen", sondern ledigkich "umwandeln".

Gesundheit = Gesinntheit = untrennbare Einheit


 

Lebensfreude ist nicht nur ein Gefühl,
es ist auch ein Ausdruck!